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Wären wir doch Neandertaler geblieben!

Die ganze Palette der »schönen neuen Welt« in den Pressemeldungen eines Tages.

Ich zitiere aus dem heutigen Morgen-Briefing des Spiegel:

Was heißt eigentlich Abstammung in Zeiten von Samenspenden, künstlicher Befruchtung und Leihmutterschaft? Und wie viele Eltern kann ein Kind haben? Heute beginnt auf der Wartburg in Thüringen die Konferenz der Länderjustizminister, eines ihrer Themen: die Modernisierung des Abstammungsrechts: „Elternschaft im Wandel, Anforderung an ein modernes Abstammungsrecht“ heißt der Tagesordnungspunkt.

In den vergangenen Jahren hatte sich eine Kommission (!), der Arbeitskreis Abstammung, mit dem Thema befasst, insgesamt 91 Thesen legte er im vergangenen Sommer vor. Es geht zum Beispiel darum, wer rechtlicher und sozialer Vater eines per Samenspende gezeugten Kindes ist. Das ist alles ziemlich kompliziert, allein sprachlich. So schlägt die Kommission unter anderem vor, dass Männer, deren Kind durch die Samenspende eines anderen gezeugt wurde, die also nicht biologischer Vater ihres Wunschkindes sind, in Zukunft leichter als rechtliche Väter anerkannt werden. Oder eine Frau, deren lesbische Partnerin per Samenspende ein Kind bekommt, künftig „Mit-Mutter“ wird.

Kurz gesagt: Die biologische Elternschaft wird immer weniger wichtig, die soziale gewinnt an Bedeutung. Da ist es nur konsequent, dass Abstammung künftig nicht mehr Abstammung heißen soll, sondern „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“.

Mein Kommentar ist nur noch Kopfschütteln über eine Gesellschaft, die es fertigbringt, selbst den elementarsten Vorgang des Daseins so zu entstellen, dass er nur noch mit einem Terminus technicus zu beschreiben ist.

Früher hieß es mal: »Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.« Dann waren Fotos an der Reihe. Heutzutage werden Fake News mit gefälschten Videos verbreitet und menschliche Stimmen manipuliert. Es sind unglaubliche Zeiten, Zeiten, die Schranken niederreißen, Zeiten, in denen jeglicher Zweck die Mittel heiligt, Zeiten, in denen der Mensch ratlos zurück gelassen und zum willenlosen Spielball derer wird, die ihre Ziele ohne jegliche Skrupel verfolgen. Man hat die Wahl, entweder paranoide Verfolgungsängste zu entwickeln oder Treibgut zu werden.

Quellen:

 

In Spiegel+ philosophiert Stefan Berg heute über das Das böse K-Wort: „Krieg“ möchte niemand führen, lieber: „Kampfeinsatz“. Das klingt doch gleich sehr sportlich – Einsatz zeigen. „Töten“? Lieber: „Ziele ausschalten“. Und so werden militärische Manöver mithilfe sprachlicher Manöver getarnt. »Menschen«, so Stefan Berg, »vergessen offenbar, dass die Unworte Vorboten der Untaten sind.« So, wie es schon immer war. Selbst bei den alten Pharaonen lässt sich diese Demagogie bereits nachweisen.

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